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IMG_0917Unsere bisher längste Richtfunkstrecke mit über 3,1Km ist am Netz.

Sie verbindet die Flüchtlingsunterkunft in der Schnackenburgallee mit unserem Richtfunknetz. Da die Unterkunft auch über Glasfaser versorgt werden soll, gibt die Strecke der Unterkunft redundante Anbindung. In umgekehrte Richtung bildet der neue Standort eine zweite direkte Anbindung eines Gateways an das Richtfunk-Netz.

Die recht aufwendigen Arbeiten in der Unterkunft machen guten Fortschritt und wir hoffen die Leute vor Ort in den kommenden Tagen mit Netz versorgen zu können.

Ein bisschen mehr Rückgrat

signal-2016-02-16-151925Seit heute fliegt eine weitere Richtfunkstrecke über Hamburgs Dächer. Da die bestehende Verbindung zwischen fux und artfiles über das Dach der Chemnitzstraße 3 verläuft, musste auf dessen Dach nur eine weitere Richtfunkantenne installiert werden, um eine Verbindung zum Richtfunknetz herzustellen. Funktioniert prima 🙂

Freifunk in der ZEA Rugenbarg

Die nächste Flüchtlingsunterkunft ist an das Hamburger Freifunk-Netz angeschlossen: wir waren am letzten Januar-Wochenende mit einem Team vor Ort und haben freies WLAN für die Bewohner installiert. Zurzeit sind in der ZEA Rugenbarg 1.600 Menschen in zwei Hallen eines alten Baumarkt-Geländes untergebracht, das durch eine Straße in der Mitte getrennt wird. Zusätzlich sind auf Parkplätzen zwischen den Hallen Container aufgebaut.

In Absprache mit dem Betreiber DRK (Deutsches Rotes Kreuz) haben wir mehrere Zugangspunkte installiert, um die Nutzung durch die Bewohner zu verteilen und Streit  zu vermeiden. Eine weitere Anforderung war, die Ruhezeiten in der Unterkunft zwischen 22 und 6 Uhr zu berücksichtigen – in dieser Zeit soll auch das Freifunk-Netz nicht verfügbar sein. Das haben wir technisch umgesetzt.

An dem bestehenden VDSL 50/10 Anschluss kann Freifunk einen Port nutzen. Hier können wir tagsüber etwa 40% und abends 60% der Bandbreite nutzen da der Anschluss vom DRK für vielfältige administrative Zwecke verwendet wird. Damit ist die verfügbare Bandbreite ein bisschen dünn, aber hat unseren YouTube-Test bestanden 🙂

Um einen Eindruck davon zu geben mit welcher Ausstattung wir die Freifunk-Installation in der Unterkunft realisiert haben eine kurze Material-Liste:

  • CPE 210: 5 Stück
  • CPE 510: 2 Stück
  • Kernrouter Thinclient: 1 Stück
  • Switch 4 Port: 2 Stück
  • Ethernetkabel 120 Meter
  • div. Patchkabel
  • Halterung für die 7 CPE

Die Strecke zwischen den zwei Hallen wird mit einer Richtfunk-Verbindung überbrückt. Spezieller Dank an dieser Stelle an das DRK, ohne deren Rettungswagen als Leiter-Support das Anbringen der Outdoor-CPE eine echte Herausforderung gewesen wäre… (warum seht Ihr auf den Bildern).

Wir freuen uns über die vergleichsweise unkomplizierte Installation in der ZEA Rugenbarg – noch viel mehr freuen sich aber die Bewohner: Freifunk wird dort rege angenommen, wie Ihr auch auf der Knotenkarte sehen könnt.

Hier gibt es noch ein paar Eindrücke vom Aufbau. Danke an alle Helfer!