Bericht aus dem Backend

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Für euch ein paar kleinere Infos zu Entwicklungen im Backend:

– Es gibt nun eine direkte BGP-Session zwischen uns und den Rheinländern in Düsseldorf. Der ECIX stellt uns hierzu ein entsprechendes VLAN zur Verfügung, vielen Dank dafür. Wir sprechen hier von gegenseitigem Transit, wir und die Rheinländer senden uns also jeweils eine IPv4/IPv6 Full Table und kündigen die Routen entsprechend auch unseren Peers an. Nette Infos findet man u.A. hier.

– Vorbereitung auf die Firmware für Installationen in Flüchtlingsunterkünften: gw03 ist nun für die separate Firmware vorbereitet. Hierzu wurde ein zweites Mesh eingerichtet und entsprechend das Routing und die nötigen Dienste angepasst.

– Peerings generell: Wir peeren am ECIX mit diversen anderen Autonomen Systemen (AS). Dazu gehören z.B. CloudFlare, Hurricane Electric, Kabel Deutschland, Telefonica und noch einige weitere, zu denen wir keine extra Sessions konfiguriert haben, sondern die unsere Routen über den ECIX Route Server bekommen. Dies hat den Vorteil, dass Datenverkehr aus und zu diesen Netzen nicht über unsere Transits läuft.

Das nur ganz kurz von dieser Seite. Fragen? Immer her damit. Mitspielen? Zu einem Treffen kommen.

Innovation der Woche

ffhh-ankerDie letzte Woche über ist intensiv an der Umsetzung eines neuen Uplinks gearbeitet worden. Gestern, am Freitag, ist dann eine neue 10Gbps-Glasfaser in Betrieb genommen worden, um das Hamburger Freifunk-Netz noch performanter zu machen.

Auf diesem Wege möchten wir uns herzlich bei ECIX und IPHH für die Unterstützung und Realisierung bedanken. Und, natürlich auch einen riesigen Dank an alle anderen, die das möglich gemacht haben!

 

Pegelstand Teil II

Teil II: Gateways

Des Abends tummeln sich derweil 800-1000 Geräte im Hamburger Freifunk-Netz. Das ist eine ganze Menge und entsprechend ist es manchmal langsam. Die Ursachen sind vielfältig, aber eines der Nadelöhre ist das VPN ins Ausland, über welches unsere Gateways den Datenverkehr ins Internet leiten. Unter anderem deshalb wollen wir unsere Infrastruktur umstellen: Weniger, aber sehr viel leistungsfähigere Gateways, die direkt in Hamburg betrieben werden und hier auch peeren, also den Datenverkehr direkt ins Internet lassen. Für das Peering wurde uns von der RIPE eine Autonomous System Nummer (ASN) zugewiesen. Freifunk Hamburg ist als AS49009 in Zukunft direkt am Internet beteiligt, wodurch wir in der Lage sind, unser eigenes IPv6 Netz direkt ins Internet zu routen.

In den vergangenen Wochen haben wir mit zwei Rechenzentren in Hamburg gesprochen: n@work und IPHH. Die Ergebnisse dieser Gespräche sind mehr als erfreulich: In beiden Rechenzentren werden wir in Zukunft eigene dedizierte Server mit unbegrenztem Datenvolumen und ohne weitere Kosten für uns installieren dürfen. An dieser Stelle noch Mal ein herzliches Dankeschön für die netten Gespräche und die super Kooperation, die sich hieraus ergeben hat!

Für den Server bei IPHH brauchen wir noch geeignete Hardware, aber wir suchen jetzt schon in Hamburg weitere Rechenzentren, wo wir mit eigener Hardware peeren können. Wir gehen weiter aktiv auf Firmen zu, freuen uns aber besonders, wenn ihr uns einen Kontakt herstellt oder einen Tipp gebt – damit unser Freifunk schneller und besser wird!